Saalbau Luisengarten abgerissen

Abrissarbeiten am 14. April 2016 (c) Literatur deluxe

Abrissarbeiten am 14. April 2016 (c) Literatur deluxe

Die Stadt Würzburg ist seit heute unwiderruflich um eine Attraktion ärmer. Die Geschichte des Luisengartens beginnt 1854 mit der Gründung des „Evangelischen Arbeiterverein 1854 Würzburg e.V.“, Zielsetzung war es, „den evangelischen Arbeiterstand in christlich sittlichem Leben, Geselligkeit und geistiger Bildung zu fördern“. 1911 entstand in dem Jugendstilhaus, dem ehemaligen „Cafe Smolensk“, das neue Vereinszentrum. Beim Luftangriff 1945 auf Würzburg wird auch dieses Haus zerstört;  der komplette Wiederaufbau gelingt bis 1950. Seit seinem Generalumbau im Jahr 2002 wurde das Haus für die überkonfessionelle Nutzung geöffnet und nicht nur als Begegnungsstätte vom Diakonischen Werk und dem Evangelischen Arbeiterverein genutzt. Gleichzeitig diente es als Veranstaltungshaus für unsere Schauspieler- und Autorenlesungen. Nach mehr als 60 Veranstaltungen seit dem Jahr 2006 mit nahezu 25000 Besuchern alleine bei der Reihe „Literatur deluxe“ ist diese Spielstätte nun endgültig Geschichte. Prominente Gäste wie Hannelore Hoger, Hellmuth Karasek, Harry Rowohlt, Axel Hacke, Martina Gedeck, Oliver Welke, Rafik Schami, Jan Weiler, Katrin Bauerfeind oder Wladimir Kaminer waren hier zu Gast. Heute kamen die Abrissbagger zu einem letzten Auftritt. Eine neue Spielstätte ist leider noch nicht gefunden.

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